Technologie- und Managementorientierte Betriebswirtschaftslehre
Aus WiWipedia
Inhaltsverzeichnis |
Allgemein
Der Studiengang Technologie- und Managementorientierte Betriebswirtschaftslehre (TUM-BWL) wird seit 2001 an der Technischen Universität München angeboten. Bis zum Wintersemester 2007/2008 war ein Abschluss als Diplom-Kaufmann/-Kauffrau bzw. Bachelor of Science möglich. Ab dem Wintersemester 2008/2009 ist grundsätzlich nur noch eine Einschreibung in die neu konzipierte B.Sc.- oder M.Sc.-Studiengänge möglich.
In dem Studiengang werden neben einer modernen betriebswirtschaftlichen Ausbildung auch fundierte Kenntnisse in technisch- naturwissenschaftlichen Bereichen vermittelt. Dabei zeichnet sich der Studiengang durch die methodisch-analytische Ausbildung sowie die konsequente Vernetzung von Management-, Technologie- und Projektorientierung aus.
Ein Auszug aus dem Ausbildungsprofil laut Homepage der wirtschaftlichen Fakultät der TU München lautet wie folgt: "Vielfältige Interdependenzen zwischen einzelnen Unternehmensbereichen sowie die fortschreitende Auflösung von tradierten Abteilungsgrenzen in Unternehmen verlangen nach Managern mit interdisziplinärer Ausrichtung. Diese sind insbesondere an der Schnittschnelle von kaufmännischem und technischem Bereich gefragt. Mit dem Bachelorstudiengang Technologie- und Managementorientierte Betriebswirtschaftslehre (TUM-BWL) sollen zukünftigen Absolventen/ -innen die besten Voraussetzungen geboten werden, diese neuen Herausforderungen an der Schnittstelle zwischen Betriebswirtschaftslehre und Ingenieur-/ Naturwissenschaften zu meistern. Der Studiengang wendet sich an herausragende, hoch motivierte Schulabgänger mit Hochschulzugangsberechtigung, die sich für das Fach Betriebswirtschaftslehre interessieren und gleichzeitig natur- bzw. ingenieurwissenschaftliches Basiswissen erwerben wollen, um so die begehrte fachliche und soziale Schnittstellenkompetenz zu erlangen."
Studiengänge
B.Sc./Diplom bis zum Wintersemester 2007/2008
Der Studiengang TUM-BWL an der Technischen Universität München wird sowohl als Bachelor- (B. Sc.) als auch als Diplomstudiengang (Dipl. Kfm. / Dipl. Kffr. Univ.) angeboten. Beide Studiengänge sind in die Studienabschnitte Grundstudium (in der Regel bis zum dritten Semester) und Hauptstudium (in der Regel bis zum sechsten bzw. achten Semester) untergliedert. Bis zum dritten Semester sind der Diplom- und der Bachelor-Studiengang fächergleich. Für weitere Informationen siehe auch
B.Sc.
Der bolognakonforme Bachelor of Science unterscheidet sich nicht grundlegend vom alten Konzept. Allerdings gibt es keine formale Unterteilung in Grund- und Hauptstudium. Das gesamte Studium ist modulbasiert, wobei natürlich einige Fächer auch auf anderen basieren. Eine Besonderheit des Studiengangs ist dessen Projektstudium, in dem ein konkretes betriebliches Projekt mit Unterstützung eines Lehrstuhls in einem kleinen Team behandelt wird.
Weitere Informationen zum neuen TUM-BWL Bachelorstudiengang findet ihr im Hauptartikel TUM-BWL B.Sc..
M.Sc.
Der Masterstudiengang Technologie- und Managementorientierte Betriebswirtschaftslehre (TUM-BWL) ist ein konsekutiver, auf dem TUM-BWL-Bachelorstudiengang aufbauender Studiengang.
Primäre Zielgruppe sind Absolventen des TUM-BWL-Bachelorstudiengangs. Es können sich auch Absolventen mit einem erfolgreichen Hochschulabschluss in Betriebswirtschaftslehre oder Wirtschaftsingenieurwesen bewerben, können aber gegebenenfalls verpflichtet werden Grundlagenfächer des grundständigen TUM-BWL-Bachelorstudiengangs nachzubelegen.
Bei den Bewerbern sollte der Interessenschwerpunkt auf der Betriebswirtschaftslehre liegen und der Wille vorhanden sein, durch den zusätzlichen Erwerb natur- bzw. ingenieurwissenschaftlicher Grundlagen fachliche und soziale Schnittstellenkompetenz zu erwerben.
Studienziel ist es, den zukünftigen TUM-BWL-Masterstudierenden eine vertiefende strategie- und forschungsorientierte Ausbildung an der Schnittstelle zwischen der Betriebswirtschaftslehre und den Ingenieur- bzw. Naturwissenschaften zu ermöglichen. Die vermittelten Inhalte sollen die Absolventen/-innen bestmöglich auf zukünftige Führungspositionen in Unternehmen oder Forschungsanstellungen vorbereiten.
Weitere Informationenen zum Masterstudiengang findet ihr im Hauptartikel TUM-BWL M.Sc. im Studienaufbau TUM BWL.
Studieninhalte
Vier Säulen Konzept
Das Konzept des Studienganges basiert auf der Technologieorientierung, der Managementorientierung, der Internationalisierung und der Projektorientierung sowie deren Vernetzung. Die Ausbildungsinhalte der Betriebswirtschaftslehre und des technisch-naturwissenschaftlichen Faches im Hauptstudium werden insbesondere über zwei innovative Bausteine in der TUM-BWL zusammengeführt: das Projektstudium und das Integrationsfach „Technologie und Management“. Hier werden Aufgaben disziplinübergreifend angelegt und an realen Projekten in der betrieblichen Praxis oder in Forschungsprojekten der jeweiligen Lehrstühle angesiedelt. Die Verzahnung von technisch-naturwissenschaftlichen und wirtschaftswissenschaftlichen Kenntnissen stellt von Anfang an einen Schwerpunkt in der TUM-BWL dar und bildet den wesentlichen Unterschied zu herkömmlichen betriebswirtschaftlichen Studiengängen.
Die Technologieorientierung wird durch die technisch-naturwissenschaftlichen Grundlagen im Grundstudium sichergestellt, auf die im Hauptstudium durch das technisch-naturwissenschaftliche Fach I und II aufgebaut wird, ebenso wie durch das Integrationsfach an der Schnittstelle von Technologie und Management und durch disziplinübergreifende Aufgabenstellungen im Rahmen der Projektstudien und Diplomarbeiten. Das Besondere an dem technisch-naturwissenschaftlichen Fach in der TUM-BWL ist, dass die Lehrveranstaltungen in der Regel nicht gesondert für die Studierenden der TUM-BWL stattfinden, sondern Bestandteil der jeweiligen Ingenieur- bzw. Technikstudiengänge der Technischen Universität München sind. Dies garantiert auf der einen Seite eine Ausbildung auf hohem Niveau und liefert auf der anderen Seite einen frühzeitigen Einblick in andere Denk- und Arbeitsweisen und die Möglichkeit, Kontakte mit Studierenden, wissenschaftlichen Mitarbeitern und Dozenten aus anderen Fachrichtungen zu knüpfen. Von den Studierenden der TUM-BWL erfordert dieser innovative Ausbildungsbaustein Engagement und Lerneinsatz sowie die Fähigkeit, sich für technisch-naturwissenschaftliche Zusammenhänge zu begeistern.
Die Managementorientierung beruht im Grundstudium auf einer soliden betriebswirtschaftlichen Basisausbildung, die im Hauptstudium durch zwei Schwerpunktfächer, die „Spezielle Betriebswirtschaftslehre I und II“, erweitert wird. Hier wird betriebswirtschaftliches Wissen in Form von Managementmethoden vermittelt, die einen umfassenden Einblick in den „Werkzeugkasten“ erfolgreicher Unternehmensführung geben.
Die Internationalisierung wird insbesondere durch Kooperationen und Austauschprogramme mit Partneruniversitäten im Ausland sowie durch den Einsatz ausländischer Gastdozenten gefördert.
Vor allem im Projektstudium lernen die Studierenden, praxisnah an projektbezogenen Problemstellungen zu arbeiten. Projekt- und Diplomarbeit stehen dabei in enger Verbindung. So kann das Thema der Diplomarbeit aus dem Projektstudium hervorgehen. Damit bildet die Diplomarbeit die Möglichkeit, betriebswirtschaftlichtechnische Zusammenhänge vertiefend aufzugreifen und Qualifikation aufzubauen. Besonders im Projektstudium, aber auch in der Mehrzahl der Veranstaltungen im Hauptstudium steht die Gruppenarbeit im Vordergrund.
Gastreferenten
Um einen hohen Bezug zur Praxis sicherzustellen, werden sowohl im Grund- als auch im Hauptstudium namenhafte Referenten aus der Wirtschaft eingeladen. So halten unter anderem
- Prof. h.c. Dr. Wolfgang Reitzle (Vorstandsvorsitzender Linde AG),
- Dr. Eckhard Cordes (Vorstandsvorsitzender Franz Haniel & Cie. GmbH sowie Metro AG),
- Dr. h.c. Rudolf Gröger (Vorstandsvorsitzender O2 Germany),
- Hermann Josef Lamberti (Vorstandsmitglied Deutsche Bank),
- Dr. Matthias L. Wolfgruber (Vorstandsvorsitzender Altana AG) und
- Dr. h.c. Bernd Pischetsrieder
Gastvorträge oder sogar komplette Vorlesungen.
Rankings
In Rankings, wie dem CHE- oder Fokusranking, erreicht der Studiengang trotz seines geringen Alters regelmäßig Spitzenplätze.